21 | September | 2017
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Das Screening-Programm


Brustkrebs ist in Deutschland mit ca.70.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Mehr als 17.800 Frauen sterben jedes Jahr an dieser Erkrankung.
Trotz der gestiegenen Erkrankungszahlen sterben heute weniger Frauen an Brustkrebs als noch vor 10 Jahren. Durch Fortschritte in der Therapie haben sich die Überlebenschancen deutlich verbessert. Frühestens ab etwa 2015 wird erkennbar sein, ob das Screening die Brustkrebssterblichkeit weiter senken kann. (Quelle: Robert-Koch-Institut 2011)

Da die meisten Erkrankungen nach dem 50. Lebensjahr auftreten, wendet sich das Programm an Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren.
Vor dem 50. Lebensjahr ist das Drüsengewebe häufig noch zu dicht für eine aussagekräftige Mammograhieuntersuchung und nach dem 70. Lebensjahr steht nicht mehr der Brustkrebs als Krebserkrankung bei den Frauen an erster Stelle.

Es ist das Ziel des Mammographie-Screening-Programms durch Früherkennung die Sterblichkeitsrate bei Frauen mit Brustkrebs zu senken.

Es können bei regelmäßiger Teilnahme kleine Tumore und Krebsvorstufen erkannt werden. Dies ermöglicht eine schonende Behandlung und verbessert deutlich die Lebensqualität und Prognose der betroffenen Frauen.


In Bremen und an zwei weiteren Standorten wurde das Mammographie-Screening bereits 2001 als Modellprojekt in Deutschland gestartet.

Im April 2005 wurde das Mammographie-Screening-Programm in die Regelversorgung übernommen. Mit Einrichtung der 94. Screening-Einheit konnte die flächendeckende Versorgung in Deutschland im Jahre 2009 abgeschlossen werden.

Die Ergebnisse aus den Modellprojekten und die Evaluationsberichte der Jahre 2005-2012 dieses Programms können nachgelesen werden unter:
www.mammo-programm.de


Das Mammographie-Screening ist ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Es unterliegt hohen Anforderungen an die Qualitätssicherung und strengen Auflagen des Datenschutzes.

Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden alle 2 Jahre zur Mammographie (Röntgenunteruchung der Brust) in die Screening-Einheit eingeladen.

Die Einladung erfolgt schriftlich und wird von der Zentralen Stelle am Gesundheitsamt in Bremen versendet. Die notwendigen Daten der teilnahmeberechtigten Frauen werden nach einer Sondervereinbarung vom Einwohnermeldeamt zur Verfügung gestellt.

Alle Fragen bezüglich der Terminplanung, z.B. einer Terminverschiebung, werden ausschließlich von der Zentralen Stelle bearbeitet.
Auch haben Sie die Möglichkeit sich dort selbst einen Termin geben zu lassen, sofern Sie ohne Beschwerden sind und Ihre letzte Mammographie länger als 12 Monate zurück liegt.

Die Kosten für die Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei Privatversicherten richtet sich die Erstattung nach den individuellen Vereinbarungen.

Die Röntgenaufnahmen werden von speziell geschulten radiologischen Fachkräften angefertigt. Es erfolgen am Tag der Einladung zum Screening kein Arztkontakt und keine weiteren Untersuchungen.
Nachdem die Mammographieaufnahmen (zwei von jeder Brust) von zwei Fachärzten unabhängig voneinander beurteilt wurden, bekommen Sie innerhalb von ca. 1 Woche den Befund in einem Brief von der Screening-Einheit mitgeteilt.
Wurde kein Anlass für weitere, abklärende Untersuchungen gefunden, so werden Sie nach 2 Jahren wieder eingeladen.
Falls zur Sicherheit des endgültigen Befundes noch z.B. ein Ultraschall gemacht oder eine Gewebeprobe entnommen werden soll, so werden Sie zu einem weiteren Termin zeitnah eingeladen.


  » Weitere ausführliche und aktuelle Informationen:

www.mammo-programm.de




 
 
Letzte Aktualisierung:
07.09.2017

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